Info
Bildlegende:
blau: Steine
schwarze Befundnummer: oben
blaue Befundenummer:darunter
rote Befundnummer: darunter

Rieben - die Gräber vom Kirchhof


Befund 57
Der Befund liegt längs mitten im Schnitt, Grabgrube und Sargspuren sind gut erkennbar. Das mäßig erhaltene Skelett eines Erwachsenen lag in gestreckter Rückenlage, die Unterarme waren auf dem Bauch gekreuzt (Bild).

Befund 67
Der Befund liegt partiell unter Befund 57, wurde ab bei diesem Begräbnis nicht zerstört. Der Jugendliche war in gestreckter Rückenlage mit auf dem Becken gekreuzten Unterarmen begraben worden. Im Bereich der Handknochen lagen 4 Metalldrahtobjekte, die als Reste eines Blumengebindes gedeutet werden. Eine Grabgrube und Sargsuren sind erkennbar, 9 Sargnägel bzw. Fragmente wurden geborgen.

Das Foto zeigt die nebeneinander liegenden Befunde 66, 67 und 68.

Befund 66
Der Befund liegt in der nördlichen Schnittkante, es wurde nur das Kopfende des Sarges seitlich angeschnitten. Erkennbar waren schräge Seitenwände, die Ecke war mit 2 Nägeln fixiert. Nur ca. 60 cm des Seitenbretts sind erhalten, dann stört Befund 69. Der Befund wurde abgedeckt und blieb erhalten.
Befunde 57, 66-70
















Befund 68
Der Befund reicht in die südliche Schnittkante. Vom Skelett des erwachsenen Toten ist der unterkörper von den Füßen bis zu den gekreuzten Unterarmen erkennbar; Brust bis Schädel fehlen. Vermutlich wurde bei der Bestattung von Bef. 57 der Oberkörper und Sarg zerstört

Befund 69
Der Befund liegt in der nördlichen Schnittkante östlich von Befund 66 und stört diesen. Auf der Planumshöhe waren Grabgrube und Sargspur gut erkennbar; vom Skelett jedoch waren nur die unteren Extremitäten vorhanden. Im Bereich der Füße liegen die Reste von Lederschuhen, bei den Oberschenkelknochen Teile eines Eisenreifes mit Resten von Grabschmuck (Draht , Hohlglasperlen). Da weder im Planum noch im Profil eine Störung oder Eingrabung im Bereich des Oberkörpers erkennbar ist, scheinen nur die Beine begraben worden zu sein.

Das Foto zeigt die nebeneinander liegenden Befunde 69 und 70.

Befund 70
Das Grab wurde bis auf die südliche Kante vollständig erfasst. Erkennbar sind die Grabgrube und flächige Holzreste des Sarges. Neben einem Sargnagel wurde in der Verfüllung eine gelb glasierte Irdenwarescherbe gefunden. Der Körper lag in gestreckter Rückenlage, die Hände zusammen auf dem Becken. Der Tote war vermutlich bereits im Greisenalter.

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