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Bildlegende:
blau: Steine
schwarze Befundnummer: oben
blaue Befundenummer:darunter
rote Befundnummer: darunter

Rieben - die Gräber vom Kirchhof


Befund 54
Das Grab wurde nur etwa zur Hälfte erfasst. Der Sarg war relativ gut erhalten und außen rot oder rötlich bemalt. Die Knochen des erwachsenen Toten waren schlecht erhalten. Unter dem Befund lag ein älteres, zerstörtes Grab.

Befund 50
Das Grab lag partiell Im Nordprofil, eine Grabgrube grenzt sich nicht ab, Sargspuren und flächiges Holz der Bodenbretter waren erkennbar. In der Verfüllung fanden sich eine Grauwarescherbe, eine mögliche slawische Scherbe und ein Kinderbecken. Innerhalb des Sarges (vermutlich ursprünglich auf dem Sarg) lag ein isolierter Schädel mit Halswirbel und grüner Kupferpatina. Das Skelett des erwachsenen Toten ist schlecht erhalten (Bild), im Beckenbereich fand sich ein Eisenring, vermutlich eine Gürtelschließe (Bild).

Befund 53
Der Befund lag in der südlichen Schnittkante. Der Sarg war halbwegs gut erhalten, der Deckel wohl dachförmig, die Seitenwände schräg. Vermutlich war der Deckel verziert; es fanden sich etliche Pflanzenstengel und grünliche Metallplättchen aus einem Kupfermetall. Im Fußbereich lagen 2 Lederschuhe mit jeweils einer Metallschnalle. Das Kinderskelett war nur noch sehr schlecht erhalten (Bild). Befunde 50-55, 58




















Befund 52
Lage und Orientierung des Grabes weicht etwas von der Norm des Friedhofs ab. Es ist älter als Bef. 50, bei dessen Bestattung Befund 52 an der linken Seite beschädigt und der Oberschenkelknochen verschleppt wurde. Der Sarg liegt nur als Sargspur vor, die Knochen des Kindes oder Jugendlichen sind gut erhalten Foto. Hinter dem Schädel lagen drei Metallobjekte, die Teile vermutlich einer Haarklammer sind.

Befund 51
Der Befund lag zur Hälfte im Südprofil. Der Sarg war recht gut erhalten und vermutlich schwarz gefärbt, die schrägen Wände des Unterteils sind erkennbar (Bild). In die obere Kante der Seitenbretter waren im Abstand von 10 cm kleine Polsternägel aus Eisen geschlagen, die wohl eine Auskleidung fixierten. Die Knochen sind schlecht erhalten, der Tote dürfte bereits das Greisenalter erreicht haben. Aufgrund der relativ guten Holzerhaltung wurde eine Probe dendrodatiert und ergab ein Fälldatum nach 1757 n. Chr.

Befund 58
Der Befund liegt deutlich tiefen als die umliegenden Gräber. Grabgrube und umlaufende Sargspur sind erkennbar. In der Verfüllung fanden sich einige verlagerte Knochen. Da das Planum auf Bautiefe lag, wurde der Befund nur abgedeckt und nicht ausgegraben.

Befund 55
Der Befund lag größtenteils in der nördlichen Schnittkante, nur eine Sargecke des Fußendes war sichtbar, die Fußknochen und 2 Sargnägel wurden entnommen.

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