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Bildlegende:
blau: Steine
schwarze Befundnummer: oben
blaue Befundenummer:darunter
rote Befundnummer: darunter

Rieben - die Gräber vom Kirchhof


Befund 31
Der Befund lag direkt in der Schnittkante, die linke Körper- und Sarghälfte wurde daher nicht ausgegraben und blieb erhalten. Vom Sarg war nur der konische untere Teil erhalten, der innen mit braunem Textil ausgekleidet war. Der oder die Tote war bereits im Greisenalter (Bild). An der Schädelrückseite fand sich ein Blechfragment, vermutlich von einem Haarschmuck aus Kupfermetall.

Befund 30
Der Befund wurde vollständig erfasst. Die Grabgrube war nur schwach erkennbar, der Sarg relativ gut erhalten. Eine Dachform des Deckels war nicht feststellbar, da der Deckel komplett eingedrückt war und auf dem Skelett auflag. Der untere Sargteil war konisch, das Holz innen und außen schwarz gefärbt. Insgesamt wurden 12 Eisennägel geborgen, ein Eisenstift lag im Bereich der Brustwirbelsäule. Das Kind war in gestreckter Rückenlage mit dem linken Unterarm auf dem Bauch bestattet worden (Bild). Befunde 30-35

Befund 32
Der Befund schließt sich an das Fußende von Bef. 30 bzw. 31 an. Es war lediglich ein Sargrest erkennbar. Textil- und Drahtreste deuten auf Sargschmuck hin, Knochen wurden nicht gefunden. Erhalten waren ca. 90 cm des Fußendes, der Rest war bei der Anlage der Gräber 30/31 zerstört worden.

Befund 33
Der Befund liegt an der südlichen Schnittkante längs zum Schnitt. Die Grabgrube ist gut abgegrenzt und relativ groß, einfache Sargspuren sind erkennbar, in den Ecken am Fußende und der Mitte sind Nägel erhalten. Der Körper wurde in gestreckter Rückenlage mit auf dem Bauch gekreuzten Unterarmen bestattet (Bild). Der Tote hatte vermutlich schon das Greisenalter erreicht, wahrscheinlich erlitt er am Hinterkopf eine Schädelverletzung (Bild).

Befund 34
Der Befund lag in der Schnittkante und wurde nicht vollständig ausgegraben. Die Grabgrube zeichnet sich gut ab, in der Verfüllung liegen etliche größere Feldsteine. Der Sarg ist als humose Spur erkennbar (Bild). Da am Schädel und linken Ellbogen grüne Kupferspuren erkennbar waren, ist anzunehmen, dass das Kind bei der Bestattung geschmückt war.

Befund 35
Hier konnte nur ein Sargecke dokumentiert werden, die recht gut erhalten war. Das Sargunterteil hatte eine schräge Seitenwand, das Stirnbrett war gerade, das Bodenbrett ragte etwas vor. Die Konstruktion des Deckeln blieb unklar (Bild).

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