Info
Bildlegende:
blau: Steine
schwarze Befundnummer: oben
blaue Befundenummer:darunter
rote Befundnummer: darunter

Rieben - die Gräber vom Kirchhof
Befunde 20, 21, 24



Befund 20
Der Befund wurde aufgrund der flachen Lage zuerst als verlagerte Knochen angesehen, erst bei der Bergung ergab sich ein gestörtes Grab. Grabgrube und Schädel sind gut erkennbar, ab etwa Brustmitte zerstören die Befunde 21 und 24 die Bestattung. Beim Toten handelte es sich um eine jugendliche Person.

Befund 21
Der Befund wurde vollständig erfasst. Die Grabgrube grenzt sich gut ab und wird südlich von Befund 24 geschnitten. Befund 21 zerstört Befund 20 etwa auf Brusthöhe. In der Verfüllung fanden sich mehrere größere Feldsteine und 3 korrodierte Nägel, Holzspuren waren aber nicht sichtbar. Der Körper lag in gestreckter Rückenlage, Arme und Hände seitlich neben dem Körper (Bild). Im Beckenbereich lag eine runde Gürtelschnalle aus Eisen. Das Objekt ist stark korrodiert, der Dorn nicht mehr mit dem Ring verbunden; der Durchmesser liegt bei ca. 4 cm (Bild). Das Skelett des erwachsenen Toten ist recht gut erhalten. Am Stirnbein links ist eine Schädelverletzung zu sehen (Bild). Leider läßt sich das Grab durch die Gürtelschnalle nicht datieren, da einfache Schnallen dieser Art während der ganzen Nutzungszeit des Friedhofs vorkommen.

Befund 24
Der Befund liegt südlich von Bef. 21 und schneidet die Grabgrube. Da das dokumentierte Planum (Bild) bereits auf Bautiefe lag, wurde der Befund nicht weiter ausgegraben sonder überbaut. Erkennbar ist eine Grabgrube mit Holzspuren, die auf eine dachförmigen Deckel hindeuten (vgl. Bef. 4). An der Oberkante der Seitenwände sind in regelmäßigen Abständen Polsternägel eingeschlagen, die vermutlich eine textile Sargauskleidung fixierten. Sieben Nägel wurden entnommen, sie sind kaum korrodiert und vermutlich aus Messing (Bild).

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