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Bildlegende:
blau: Steine
schwarze Befundnummer: oben
blaue Befundenummer: darunter
rote Befundnummer: darunter

Rieben - die Gräber vom Kirchhof


Befunde 40 und 49
Auf Planumshöhe 1 zeichnete sich eine größere Grabgrube mit einigen Kleinkindknochen ab (Bef. 40). Möglich ist ein schlecht erhaltenes Grab, oder die Knochen wurden beim Anlegen von Bef. 49 verlagert. Hier sind die Unterschenkelknochen und wenige Fußknochen eines Kindes oder Jugendlichen erhalten, eine Grabgrube zeichnet sich schwach ab, Sargspuren sind nicht erkennbar.

Befund 39
Grabgrube und Sarg sind gut erkennbar, die Grube geht über in den daneben liegenden Befund 48. Zwei Sargnägel wurden geborgen. Das Skelett des hier begrabenen Kleinkindes ist schlecht erhalten, soweit erkennbar liegt der Körper in Rückenlage, zumindest der linke Arm liegt seitlich (Bild). Kleinkinder wurden meist deutlich flacher als Erwachsene begraben, trotzdem zerstört das Grab Befund 48 am Kopfende. Befunde 23-40, 47-49

Befund 48
Das tiefste Grab an dieser Stelle, die Grabgrube war gut gegen den hellen Sand sichtbar. Beim Begräbnis wurde Bef. 38 im Bereich des Unterleibs zerstört. Durch die späteren Bestattungen 37 und 39 wurde das Grab am Kopfende gestört und das rechte Bein abgegraben. Die Unterarme und Hände des erwachsenen Tote lagen auf Bauch und Brust (Bild).

Befund 38
Eine Grube zeichnet sich schwach ab, Sargspuren sind nicht erkennbar. Der Befund ist ab Becken nach unten durch den tieferliegenden Befund 48 gestört (Bild). Am Schädel im Bereich des linken Scheitelbeins ist eine Verletzung erkennbar (Bild).

Befund 37
Vom Befund sind Sarg und Knochen gut erhalten. Das Kind dürfte kaum älter als 10 Jahre gewesen sein (Bild). Am Schädel sind zwei umlaufende Borten (Bild) aus Drahtgewebe erkennbar, auf der Brust lagen 3 Stecknadel, die nicht zu bergen waren. Bei der Bestattung wurde der seitlich liegende Befund 48 peripher gestört und das rechte Bein entfernt. Aufgrund der relativ guten Holzerhaltung wurde eine Probe zur Dendrodatierung aufbewahrt, die Datierung ergab ein Fälldatum nach 1764 n. Chr.

Befund 47
Der Befund liegt teilweise unter Befund 36 und leicht versetzt zu Befund 38. Eine Grabgrube ist erkennbar, Sargspuren fehlen. Das Erwachsenenskelett ist ledglich vom Schädel bis Becken vorhanden (Bild), linker Unterschenkel und das gesamte rechte Bein fehlen; vermutlich bei der Anlage von Grab 36 zerstört.

Befund 36
Eine Grabgrube ist nicht erkennbar, da sich hier mehrere Gruben vermischen. Die Sargspuren sind deutlich. Der Körper liegt in gestreckter Rückenlage, die Unterarme sind über dem Bauch gekreuzt. Vermutlich stört der Befund das darunter liegende Grab 47 (Bild).

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