Rieben - die Gräber vom Kirchhof


Befund 88
Der Befund liegt zum größten Teil in der westlichen Schnittkante, erkennbar ist nur das Fußende, das durch die Befunde 73 und 75 gestört wurde. Erhalten blieben nur der linke Unterschenkel.
Befunde 71, 72, 75, 79, 81, 88

Befund 75
Der Befund liegt partiell über Bef. 88 und wie dieser zum größten Teil in der westlichen Schnittkante. Erkennbar waren nur die Grabgrube und die Sargreste; von dem hier begrabenen Kind wurden nur die unteren Extremitäten ab Knie freigelegt. An den Schienbeinen war Stoff und Metalldrahtreste erhalten.

Befund 81
Der Befund liegt zur Hälfte in der Westlichen Schnittkante. Erkennbar sind die Grabgrube und Sargreste mit einem Sargnagel. Vermutlich wurde der Sarg bei der Anlage von Grab 79 leicht beschädigt. Vom erwachsenen Toten wurde nur der Unterkörper ab Lendenwirbelsäule freigelegt, eine gestreckte Rückenlage ist anzunehmen. Die Fingerknochen der rechten Hand liegen seitlich im Bauchbereich (Bild).


Befund 79
Das Grab wird von der Grabgrube 71 leicht gestört. Grabgrube und Sargspuren sind gut erkennbar, die Grube war leicht in den westlich liegenden Befund 81 eingetieft. Das Skelett der jugendlichen Person ist vollständig, die Knochen nur mäßig erhalten (Bild). Am Hinterkopf saß ein gebogener Metallkamm aus einer Kupferlegierung (Bild), im Bauch-Becken-Bereich waren die Reste einen Textil-Metalldraht-Gewebes erkennbar. Auf Becken und Schädel ist grüne Metallpatina erkennbar (Bild). Der Körper liegt in gestreckter Rückenlage, der linke Arm mit Hand seitlich neben dem Körper, der rechte Arm ist gestört.

Befund 71
Bei der Bestattung von 71 wurde vermutlich Befund 79 seitlich etwas gestört. Im Befund sind die Holzreste des Sarges und die Grabgrube erkennbar, die Knochen sind z.T. rel. gut erhalten. In der Grabverfüllung fanden sich Grauware- und glasierte Irdenwarescherben. Der Tote war reifen bzw. greisenhaften Alters und wurde in gestreckter Rückenlage bestattet, die Arme und Hände liegen seitlich neben dem Körper.

Im Foto sind die Befunde 71 und 72 zu sehen. Sie sind an dieser Stelle die letzten Gräber im Schnitt, die ca. 3m bis zur Kirchhofmauer waren befundleer.

Befund 72
Der Befund lag direkt südlich neben 71, möglicherweise stören sich die Befunde leicht. Grabgrube und Holzspuren sind sichtbar, der Sarg aber weitgehend vergangen, die Knochen ebenfalls schlecht erhalten. Auch dieser Tote ist fortgeschrittenen Alters, der Körper war in gestreckter Rückenlage bestattet, Arme und Hände lagen neben dem Körper. Info
Bildlegende:
blau: Steine
schwarze Befundnummer: oben
blaue Befundenummer:darunter
rote Befundnummer: darunter


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