Rieben - die Gräber vom Kirchhof
Befunde 4, 23, 27, 27A, 28


Befund 23
Der Befund wurde auf den Plana 1 bis 3 erfasst. Pl. 3 liegt unter Bautiefe, daher wurde der Befund nicht ausgegraben sondern abgedeckt und überbaut. Die Grabgrube ist gut erkennbar, der Sargdeckel zeichnet sich ab. Es handelt sich vermutlich um einen dachförmigen Deckel wie in Befund 4. Aus der Verfüllung neben dem Sarg stammen einige Schädelfragmente.

Befund 4
Der Befund wurde als Grabgrube mit gut erhaltenen Holzresten erkannt. Der Sarg wurde freipräpariert und dokumentiert (Bild), dann erfolgte eine geringfügige Schnitterweiterung, um das Skelett freizulegen (Bild).
Der Sarg hatte einen dachförmigen Deckel (Walmdach) und konischen Körper. Die Firstversteifung des Deckels war intakt, nur die Seitenflächen nach innen eingedrückt. Evtl. war das Holz zumindest außen dunkel bis schwarz gefärbt. Das Skelett lag in gestreckter Rückenlage, die Arme und Hände seitlich neben dem Körper. Die Knochen waren gut erhalten.
Aufgrund der relativ guten Holzerhaltung ging eine Probe zur Dendrodatierung; die Untersuchung ergab ein Fälldatum nach 1769 n. Chr.

Befund 28 Der Befund wurde lediglich vom Becken abwärts erfasst, der Oberkörper liegt in der Westkante. Erkennbar sind eine schmale Grabgrube ohne Holzspuren, der Körper liegt in Rückenlage, Arme und Hände sind nicht zu sehen. Die Knochen sind gut erhalten, der Tote war erwachsen (Bild).

Befund 27 und 27A
Die Befunde wurden lediglich als Grabgrube bzw. als Schädel im Ostprofil (Bild) des Schnittes dokumentiert. Beide Gräber liegen direkt übereinander. Beim oberen Befund 27 waren Sargspuren erkannbar, die Knochen sind gut erhalten, es handelt sich um einen erwachsenen Toten.
Beim darunter liegenden Toten, Befund 27A, waren keinerlei Sargspuren nachweisbar.

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