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Rieben, Dorfkirche, Metallfunde Rieben, Dorfkirche, Glasfunde Rieben, Dorfkirche, glasierte Irdenware Rieben, Dorfkirche, Butmetallfunde, Jacobsmuschel

Die Funde aus dem Kirchenboden



Aus der Schutt- und Sandverfüllung unter dem Ziegelfußboden der Kirche wurden bei einer Maschenweite von 1x1 cm eine große Anzahl von Gegenständen ausgesiebt.

Rieben, Dorfkirche, Münzfunde Eisenobjekte: Bei den 102 Objekten (Gewicht 864g) handelt es sich um Nägel, Schrauben, Bolzen und Klammern, die z.T. stark korrodiert, z.T. aber auch modern und fabrikneu waren. Dazu kamen 31 Kronkorken, überwiegend von Bierflaschen der Firma Berliner Kindl.
Glas: Die 35 Scherben (Gewicht 59 g) sind überwiegend aus grünlichem Fensterglas, daneben fand sich eine Scherbe eines Zierglases mit Goldaufdruck und ein rotes Bruchstück einer Weihnachtskugel.
Dachziegel: Der größte Teil der mitunter sehr großen Fragmente wurde vor Ort bereits verworfen. Drei Firstziegelstücke wurden exemplarisch inventarisiert. Sie sind stark gekrümmt und tragen oben einen Haken, in den der folgende Ziegel eingehakt werden kann.
Keramik: 327 Grauwarescherben, 46 Scherben gelb glasierte Irdenware und 2 ur- oder frühgeschichtliche Scherben.
Knochen: Die 96 Bruchstücke stammen überwiegend vom Mensch, unter den Tierknochen befanden sich 2 Mäuseschädel.
Sonstiges organisches Material: Drei Schneckenhausreste, ein Kirschkern, ein Holzstopfen, ein Plastikknopf, Korken-, Holz- und Plastikreste.
Buntmetall: Die 35 Objekte (Gewicht 68,4 g) sind überwiegend amorphe Blechstücke, daneben ein Knopf, 2 Schnallen und 3 Beschlagteile, möglicherweise von Buchdeckeln.
Muschel: Eine halbe Jacobsmuschel ist durch das kleine Loch an der Spitze als Pilgerzeichen erkennbar. Über Pilgerzeichen allgemein und speziell können sie auf diesen Webseiten weiterlesen.
Münzen: Vierzehn Münzen oder münzähnliche Objekte wurden ausgesiebt, eine weitere Münze (im Bild rechts unten) stammt aus der Schuttverfüllung des Sakristeifundaments. Zusätzlich wurden noch vier Eurocentmünzen aufgefunden, die vermutlich bei der Entnahme des Ziegelbodens verloren gingen. Nach einer vorläufigen und eher laienhaften Bestimmung dürfte die älteste Münze, ein Hohlpfennig aus Erfurt, ins 14. Jh. datieren, dann kommen die brandenburgischen Hohlpfennige des 15. Jh. bis hin zu den preußischen Münzen und einem Pfennig des deutschen Reichs. Das durch die Münzen geöffnete Zeitfenster reicht weit in den Zeitraum eines oder mehrerer Vorgängerbauten zurück.
(die Mehrzahl der Münzen lassen sich durch Anklicken vergrößern) da da da da da da da da da da da da